Glockentöne

Das St. Martiner Geläute

Aus der Ortschronik:

Während des 2. Weltkrieges wurden hierorts drei Glocken für Kriegszwecke beschlagnahmt. Eine einzige verblieb im Turm.
Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs sammelte Pfarrer Hermann Wittmer Material zur Glockenherstellung. Teile der Einwohnerschaft spendeten großzügig. Bereits am 2. 5. 1949 lieferte die Glockengießerei Hamm in Frankenthal fünf Bronzeglocken, deren Kaufsumme in Reichsmark (alte Währung) entrichtet werden konnte. (Die neue Währung, die Deutsche Mark, wurde im Juni 1948 eingeführt.)
"Wir haben keine Magermilch (damit waren Stahlglocken gemeint, die vielerorts wegen Mangels an Material angeschafft wurden), sondern Vollmilch", sagte sichtlich stolz Pfarrer Wittmer in seiner Predigt anläßlich der Glockenweihe.

Der einzelnen Glocken im Vergleich
Schlagton Inschrift Gewicht Durchm.
c' Sankt Martin ca. 2000 1579
es Mutter Gottes v. d. immerwährenden Hilfe ca. 1200 1305
f ' St. Josef ca. 850 1170
g' St. Wendelin ca. 600 1040
b' Zum Trost der Armen Seelen ca. 350 880

Hörprobe: plenum.mp3
Hörprobe: 2010.04.05

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